Digitaler Unterricht in der Corona-Krise

Wir haben mal mit Dozentin Nadine Taeger gesprochen und sie gefragt, wie sie ihren Unterricht den Anforderungend der Corona-Krise anpasst.

Hallo Nadine,

wir freuen uns, Dich kennen zu lernen und die Arbeit bei der SBB aus Deiner Perspektive vorstellen zu dürfen.
Derzeit sind wir alle durch die Corona-Krise mit neuen Herausforderungen konfrontiert und müssen lernen, schnell in eine digitale Arbeitswelt einzusteigen.

Wie gehst Du als Dozentin mit der aktuellen Situation um?

Zusätzlich zu meiner Funktion als Dozentin für Büro/Verkauf arbeite ich als Jobcoach und Sozialpädagogin bei VorTeil. Das Projekt richtet sich überwiegend an Langzeitarbeitslose für ihre Integration in den Arbeitsmarkt.
Zurzeit arbeite ich hauptsächlich eher sozialpädagogisch. Als Coach habe ich über das Telefonat Kontakt zu meinen Teilnehmer*innen, ich telefoniere einmal die Woche mit allen.  Ich versuche den Kontakt zu halten, und eine positive Grundhaltung zu vermitteln und gute Laune zu verbreiten. Gerade für die, die alleine sind, ist es schön mit jemanden zu sprechen und sich auszutauschen.

Mit den Teilnehmer*innen der Umschulung kommuniziere ich derzeit über eine zentrale Mailanschrift.  Über diese zentrale Mailanschrift werden die Teilnehmer*innen mit Lernmaterial versorgt.  Fragen, die zurückkommen, werden genauso über die zentrale Malanschrift an uns kommuniziert und beantwortet.

Welche digitalen Möglichkeiten machst du dir zu Nutze?
Mit Smartphone und Laptop bin ich erstmal gut aufgestellt. Über die arbeite ich dann per Outlook, Teams und, ganz wichtig, mit meiner Cloud.
Mit der Cloud arbeite ich seit Anfang an. Da ich an mehreren Standorten arbeite, kann ich so alles von überall aus abrufen. Das ist schon praktisch.

Welche Lösung hast du für deinen Unterricht gefunden?
Ich habe mich in dieser Zeit für Unterricht in der Form von Lernpräsentationen entschieden, um das Lernmaterial aufzubereiten. Für mich schien diese am übersichtlichsten.

Zusätzlich nehme ich Videos auf, die ich in diese Präsentationen einfüge. Mit dem ersten Video, habe ich mich vorgestellt, da mich die Klasse noch nicht kannte. Diese Möglichkeit werde ich auch weiterhin nutzen, etwa um neue Themen einzuleiten. Videos sind ein interaktives Medium, das die Lernpräsentationen gut ergänzen kann. Sie sind interaktiv und können zur Motivation beitragen. Einfach nur ein Buch zu lesen und Fragen zu beantworten wäre auf Dauer doch sehr langweilig. 


Siehst du E-Learning als die Zukunft der Weiterbildung?
Das ist eine interessante Frage: Es gibt im Allgemeinen viele verschiedene Bildungsformate. Fernuniversitäten und Weiterbildungsmöglichkeiten finden z.T. nur noch digital statt. Das ist für Menschen, die arbeiten, sicherlich eine praktische Lösung.

Auch an den normalen Unis ist es möglich, ganze Seminare online zu besuchen – eine Folge der häufig überfüllten Vorlesesäle. Viele Schulen haben ebenfalls E-Learning Plattformen und können Material ganz einfach digital bearbeiten, wie z. B. Hausaufgaben und sonstige Arbeitsaufträge. Grundsätzlich sehe ich eine E-Learning Plattform auch für die SBBK als sinnvoll an, aber nur als Ergänzung zum Präsenzunterricht.

Denn schließlich geht es bei einer Ausbildung darum die vollkommene Handlungsfähigkeit zu erwerben und dazu gehören alle Kompetenzen! Viele dieser Kompetenzen können nur persönlich erlernt und vermittelt werden.

Vielen Dank Nadine!

Kooperationspartner

Top