SBB Journal

Für Euch aufbereitet: Das SBB Journal ist unsere journalistische Seite, in der wir uns intensiv mit Themen befassen, die unser Arbeitsalltag mit sich bringt und von denen wir denken, dass darüber gesprochen und gelesen werden sollte. 

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Was muss ein Learning-Management-System können?

Ein Learning-Management-System (LMS) ist eine digitale Lernplattform, die Lern-und Lehrerfahrung optimieren soll. Aber was muss ein LMS alles können, um hybrides Lernen so effektiv wie möglich unterstützen zu können?

Zunächst muss die Benutzerverwaltung vorhanden sein. Sowohl Lehrpersonal als auch Lernende müssen sich in das System einloggen können und verschiedene Rollen zugeteilt bekommen.
Auch wenn den Lehrenden im besten Fall keine besonderen IT-Kenntnisse abverlangt werden, muss es ihnen trotzdem im System möglich sein, organisatorische und administrative Tätigkeiten wahrzunehmen. Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Dozent*innen müssen etwa Kurse erstellen, Inhalte verwalten, Dateien hochladen, Medien zur Verfügung stellen, Zugriff auf Materialien gewähren – die Liste lässt sich beliebig fortführen.
Diese Aufgaben können die Dozent*innen natürlich nur erfüllen, wenn sie mit den nötigen Rechten ausgestattet sind, sichere Anmeldeverfahren und Rollenverteilung sind also ein Muss.

Wie viel Tool ist cool?

Zentral ist auch die Kursverwaltung. Schüler*innen müssen Kursen zugeteilt werden können und innerhalb dieser Kurseinteilung muss Kommunikation und Interaktion mit den Lehrinhalten problemlos möglich sein.
Die Kurse funktionieren dann als separate Kanäle mit eigenen Unterkategorien, etwa zur Bereitstellung von Lehrmaterial oder zur Kommunikation innerhalb des Kurses. Diese wiederum geschieht dann durch ein internes Nachrichtensystem, ein weiteres wichtiges Feature oder durch Chaträume, die wiederum moderiert werden müssen.
Wichtig sind auch Tools, die bei der Organisation des Lehralltags helfen, – etwa Stundenpläne, die mit den Lehrplänen verknüpft sind und sich so automatisch erstellen und aktualisieren.
Dies hilft dann die Schüler*innen zu entlasten, da ihnen bessere Übersicht über den Lernalltag gewährleistet wird. Über den Terminplaner können sie im besten Fall intuitiv auf die aufgelisteten Kurse zugreifen und dort bereitgestellte Aufgaben oder Materialien finden.
Wichtig ist also die Verknüpfung der einzelnen LMS-Elemente. Im besten Fall folgt diese einem logischen Schema, sodass sich die Nutzer optimal zurechtfinden.

Design statt Schein

Ein gutes LMS zeichnet sich auch dadurch aus, dass es über eigene Authoring-Tools verfügt, über die Lehrpersonal direkt Inhalte erstellen kann. So kann der Zwischenschritt des Uploads und der Sortierung übersprungen werden, und eventuelle Kompatibilitätsprobleme werden vermieden. Denkbar sind hier Schemata für Multiple Choice-Tests, Lückentexte oder Zuordnungsaufgaben per Drag&Drop.
Insgesamt sind einem LMS hinsichtlich seiner Funktionen keine Grenzen gesetzt, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, hybrides Lernen weiter zu streamlinen. Jedoch kann ein überladenes System schnell unübersichtlich werden, und viele Optionen bleiben in vergessenen Ecken der Plattform unentdeckt. Viel wichtiger als eine riesige Anzahl von Tools ist also, dass die essenziellen Anwendungen intuitiv zu bedienen sind und man sich auf der Lernplattform gut zurechtfindet. Daher sind auch ein benutzerfreundliches Design und eine klare Seitenstruktur unverzichtbare Features.


Was bedeutet eigentlich...
...Authoring Tools?

Ein E-Learning-Autorentool ist ein Programm, das es Benutzern ermöglicht, E-Learning-Kurse mit Text, Medien und Interaktionen zu erstellen. Besonders wichtig ist, dass der Nutzer für die Bedienung der Software über keine großen IT-Kenntnisse verfügen muss, sondern sich leicht in der Software zurechtfinden kann.

...Drag&Drop?
Drag&Drop beschreibt eine Computerfunktion, mit der Elemente wie Icons oder Textstellen intuitiv durch anklicken ausgewählt, mit gedrückter Maustaste gezogen (,,drag“) und an anderer Stelle fallengelassen (,,drop“), also platziert werde können.

...streamlinen?
Streamlinen im wörtlichen Sinne beschreibt den Prozess, Reibung und Luftwiderstand zu verringern, etwas also stromlinienförmiger zu gestalten. Häufig wird das Wort im übertragenen Sinne verwendet, um zu beschreiben, wie ein Arbeitsprozess vereinfacht und in diesem Zuge optimiert wird – es gilt, auf weniger (Luft)Widerstand zu treffen und dadurch schneller voranzukommen.

 

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