Das Thema Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft
Debatten um Geschlecht, Feminismus und Gender-Studies sind durchweg aufgeregt und engagiert. Aber warum eigentlich?
Der Vortrag nimmt die Etappen und Stationen der Politisierung von Körper und Sexualität in den Blick und zeigt, wie Geschlecht im Prozess der Veränderung von Gesellschaften eine wichtige Rolle spielt.
Vor mehr als einem halben Jahrhundert im Jahr 1949 schrieb Simone de Beauvoir: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“
Erst gut zwanzig Jahre spater sollte dieser Satz seine explosive Wirkung entfalten, als die neuen Frauenbewegungen in Nordamerika und Westeuropa für Frauen körperliche und sexuelle Selbstbestimmung forderten.

Seither sind viele an Beauvoirs These anschließenden Fragen aufgeworfen und diskutiert worden, die bis heute andauern:
- Wie wird ,man‘ eine Frau?
- Welche Rolle spielt der Körper dabei und welche die Gesellschaft?
- Wie scheitert man daran, eine Frau werden zu müssen?
- Inwieweit gilt der Satz auch für Männer?
- Und was bedeutet er für Personen, die sich weder weiblich noch männlich fühlen?
Prof. Dr. Katharina Liebsch ist Mikrosoziologin an der Helmuth-Schmidt-Universitat Hamburg.
Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft und Praxis im Dialog der SBB Kompetenz statt.
Wo?
SBB Kompetenz
Wendenstraße 493, 20537 Hamburg
Raum Wasserkante